DEUTSCHLAND: Long Covid! Jetzt reagiert die Regierung! “Forschung hilft immer!” – Bär im Interview

Die Bundesregierung will künftig Menschen mit Long Covid, mit mehr Forschung und besserer Versorgung unterstützen. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken und Forschungsministerin Dorothée Ber haben dazu eine Initiative ins Leben gerufen. Für das Projekt gegen postinfektiöse Erkrankungen sollen 10 Jahre 50 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung stehen. Noch gibt es kein Medikament gegen Erkrankungen durch die Langzeitfolgen von einer Coronainfektion. Ja, und im Weltinterview hat Bundesforschungsministerin Dorot Berläutert, weshalb sie die Millionenförderung für richtig und die Erforschung von Langzeitfolgen einer Coviderkrankung oder einer Impfung für so wichtig hält. Also, es ist ganz ganz wichtig, dass wir für die postinfektiösen Krankheiten wirklich mal eine Bündelung der Maßnahmen noch hinbekommen. Ja, es wird schon geforscht. Ja, wir fördern auch schon, aber wir wollen dem ganzen jetzt noch mehr Auftrieb geben und übrigens auch finanziell hinterlegt, damit wir mehr Forschungssicherheit dadurch Planungssicherheit auch für alle Involvierten haben. Und es geht eben darum zu schauen, wie funktioniert die Krankheit, wer ist überhaupt betroffen. Es gibt zwar schon bestimmte Parameter, die wir aber gerade noch am testen sind, ob das wirklich auch stimmt, ob wirklich mehr Frauen als Männer betroffen sind, wie sich es auf Kinder auswirkt und es gibt halt leider auch noch nicht das eine Medikament, was dann tatsächlich bei Postcovid oder bei Long COVID bei MECFS dann tatsächlich auch den betroffenen Linderung oder sogar Heilung verschafft. Mhm. Ähm gibt es da auch äh quasi eine Differenzierung der Symptomatik, wo man sagen kann, ähm ist das eigentlich klar sozusagen dieses Krankheitsbild, wie sicher ist das, dass es wirklich ein Krankheitsbild ist, dass man auch unterscheiden kann und woher die Ursachen sind, weil viele sind da entweder ähm kritisch oder sind da eigentlich auch leicht irritiert und deswegen hilft Forschung immer. Forschung hilft uns zu verstehen, woher kommen die Symptome, wen betrifft das hauptsächlich, wie wirkt sich es dann aus, was sind die Ursachen, was sind die Gründe und wie kann dann tatsächlich vielleicht dann auch durch Forschung mit einer Medikation, mit einer Therapie auch dafür gesorgt werden, dass diejenigen, die betroffen sind, die oft nicht nur tagelang oder wochenlang, sondern manche auch monatelang oder jahrelang zu Hause im Zimmer liegen, die extrem an Reizüberflutung leiten. ähm Kinder, die ewig lang nicht in die Schule gehen können, dass wir uns da einfach mit der Krankheit besser auseinandersetzen, dass wir z.B. auch mehr in klinische Studien gehen, dass wir in die Genomsequenzierung gehen und all das soll jetzt auch mit dieser nationalen Dekade gegen postinfektiöse Krankheiten erforscht werden und deswegen stellt mein Haus eben da auch eine halbe Milliarde zur Verfügung. Also ist dieser Forschungsansatz jetzt zugleich auch eine politische Berührungspille, um die politische Diskussion abzuschieben? In der Wissenschaft und in der Forschung darf man sich nie davon beeindrucken lassen, wer am lautesten schreit, sondern das ist alles rein wissenschaftlich passiert, was wir machen den ganzen Tag bei uns im Ministerium. Ich habe ein sehr wissenschaftliches Ministerium, was wirklich gar kein politisches Ministerium im klassischen Sinne ist, wie in anderen Häusern. Und deswegen würde ich sogar so weitgehen und sagen, ähm, dass trotz der großen Proteste uns jetzt darum kümmern und nicht wegen.

DEUTSCHLAND: Long Covid! Jetzt reagiert die Regierung! “Forschung hilft immer!” – Bär im Interview

Long Covid raubt Betroffenen Energie und Alltag. Wie neue Ambulanzen und Millionen-Förderung jetzt Hoffnung bringen sollen.

Eine neue «Allianz postinfektiöse Erkrankungen» soll Langzeiterkrankten durch mehr Forschung helfen. Das kündigten Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) und Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU) bei der Auftaktveranstaltung in Berlin an. «Wir können gemeinsam allen postinfektiösen Erkrankten und ihren Angehörigen versichern, dass wir wirklich alles tun werden, eine bessere Forschungsbasis zu schaffen, um neue Therapien zu ermöglichen», sagte Bär. Für das Projekt sollen zehn Jahre lang 50 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung stehen. 

Symptome von Long Covid sind eine starke Erschöpfung und verminderte Leistungsfähigkeit über einen langen Zeitraum hinweg. Noch gibt es kein Medikament gegen diese Krankheit. In Deutschland sind laut Warken rund 1,5 Millionen Menschen betroffen.

Lösungen durch Forschung

Ziel sei es, durch eine besser abgestimmte Kooperation zwischen den beiden Ministerien schnellstmöglich Erfolge in der Diagnose und der Behandlung zu erreichen, sagte Warken. Mit ersten Ergebnissen rechne sie im kommenden Jahr.

Bär weist aber darauf hin, dass die Krankheitsmechanismen postinfektiöser Krankheiten hochkomplex sind und es auch im Bereich der Therapie nicht einfache Lösungen gibt. «Es gibt nicht die eine Wunderpille, die alles verschwinden lässt und deswegen müssen wir da noch wesentlich stärker in die Forschung reingehen.»

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